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UPAcht Maßnahmen erarbeitet

Smart City ist auf dem Weg

Smart City ist auf dem Weg Rainer Maiores

Smart City nennt sich das Modellprojekt, bei dem Bürger und Bürgerinnen gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft Stadtentwicklung und Digitalisierung gemeinsam gestalten. Inzwischen hat das Smart City Team aus Stadt und Landkreis bereits die ersten Maßnahmen erarbeitet.

Mit der Smarten Region Würzburg hatte sich die Stadt Würzburg gemeinsam mit dem Kooperationspartner, dem Landkreis Würzburg, im März 2021 an der dritten Staffel der Bundesregierung zur Förderung digitaler Modernisierung der Kommunen beteiligt (wir berichteten). Im Herbst vergangenen Jahres begann unter dem Motto „Menschlich aus der Krise“ ein fünfjähriger Prozess. Ziel: Stadtentwicklung und Digitalisierung – gemeinsam gestaltet von Bürgern und Experten.

„Derzeit befinden wir uns mitten in der Strategiephase“, so Moritz Seidel, kommissarischer Projektleiter der Smarten Region Würzburg, im Gespräch mit dem UP Magazin. „Unsere Auftaktkampagne begann im Juni, bei der wir erstmals mit dem Smart City Projekt nach außen gegangen sind. Parallel haben Kolleginnen und Kollegen weiter an den Maßnahmen gearbeitet, die wir nach Abschluss der Strategiephase den Gremien vorstellen werden.“

Ein Jahr dauert die Strategiephase, in der aus den bisherigen Ideen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden. Daran schließt sich eine vierjährige Umsetzungsphase an. Laut Zeitplan wäre die Strategiephase mit Jahresende abgeschlossen. Es besteht aber die Möglichkeit, sie zu verlängern – wovon das Smart City Team vielleicht auch Gebrauch macht. Aber: Eine Verlängerung der Strategiephase ginge von der Zeit für die Umsetzung ab.

Eingezogen ist das Smart City Team inzwischen in die neuen Räumlichkeiten. Das ehemalige StartHub der Stadt Würzburg in der Sanderstraße wurde ertüchtigt. Hell und freundlich bietet es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Der nächste Schritt ist die Bürgerbeteiligung, die mit einer Auftaktveranstaltung im Ehrenhof des Rathauses am 10. September bereits begonnen hat und die bis in den November hinein reichen wird. Wer sich beteiligen will, kann dies unter www. wuerzburg-mitmachen.de tun.

Parallel dazu wird es auch die Möglichkeit geben, sich „analog“ beispielsweise per Postkarte einzubringen. Geplant sind verschiedene Eventformate, das Smart City Team will auch gezielt über sein Netzwerk bestimmte Gruppen wie z.B. Vereine ansprechen. Am Ende der Strategiephase steht ein Strategiepapier, das dem Würzburger Stadtrat sowie dem Kreistag zur Diskussion vorgelegt wird, bevor es in die vierjährige Umsetzungsphase geht.

Konkret hat das Team derzeit acht Maßnahmen erarbeitet, die auch auf der Smart City Website (www.wuerzburg.de/smart-city) näher erläutert werden:

Change Lab ist der Versuchsraum für neue Arbeitsweisen: „Das entspricht im Grunde dem, was wir früher als Co-Working-Room bezeichneten. Wir wollen neue Arbeitsweisen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung erlebbar machen“, so Moritz Seidel. Schulungen, Workshops, das bereits erprobte Co-Working-Raumkonzept und ein Baukasten für das digitale Büro sollen die Verwaltung attraktiver und transparenter gestalten.

Das Heimatforum will auch jenen Menschen aus der Region Gehör verschaffen und Information bieten, die nicht ins Internet können oder digital nicht so bewandert sind, um die heutigen technischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Basis Orte in den Stadtteilen und Landkreisgemeinden, wo ihnen Ansprechpartner zur Verfügung stehen und sie Zugang zur smarten Region finden und an ihrer Entwicklung teilnehmen können. Dies kann ein fest eingerichteter Ort sein, aber auch mobil in einem Zelt oder einem umgebauten Truck stattfinden.

Heldenhelfer nennt sich das Projekt, bei dem ehrenamtlich tätigen Menschen geholfen wird, sich in bürokratischen Wirren zurechtzufinden. „Viele Vereine haben das Problem, dass sich immer weniger Mitglieder zu ehrenamtlicher Arbeit bereit erklären. Schon die Organisation eines Grillfestes kann wegen bürokratischer Hürden schnell zum Problem werden.“ Intelligente Ausfüllhilfen sollen die ehrenamtliche Arbeit erleichtern und die Motivation zum Ehrenamt erhöhen.
Mach Mit will die Bürgerbeteiligung in der Verwaltung fest verankern — egal ob auf digitalem oder analogem Weg. Als Basis dient das bereits existierende Portal Würzburg-Mitmachen.de, das verbessert und ausgebaut werden soll.

Wie geht’s ist nicht als Frage nach der Befindlichkeit gedacht, sondern soll eine zentrale Plattform darstellen, an der Menschen in den verschiedensten Situationen nach Hilfe und Unterstützung suchen können. „Gerade im Bereich von psychischen Belastungssituationen existieren bereits Vermittlungsplattformen und Unterstützungsangebote. Wir möchten dies erweitern auf eine zentrale Plattform, wo Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen eine Hilfe für den individuellen Bedarf finden – ganz nach unserem Smart City Motto menschlich aus der Krise.“

Der Digi-Fuchs widmet sich ganz dem Umgang mit digitalen Daten. Er ist gedacht für alle, die sich besser mit Open Data auskennen wollen und will die Bildungsangebote aus dem Bereich Digital- und Medienkompetenz bündeln. Aber auch Barrierefreiheit im Digitalen soll das Thema sein.

Die Wue App gibt es eigentlich bereits — zumindest teilweise und in rudimentärer Form. Hier existiert bisher nur eine Vision, nämlich dass alle digitalen Serviceangebote der Verwaltung künftig über eine zentrale App zugänglich sein sollen. Dieses Projekt wird noch weiter zu konkretisieren sein.

Smart City Hub ist das technische Rückgrat die digitale Infrastruktur, die alle Anwendungen und Lösungen aus der Strategie- und Umsetzungsphase miteinander vereint. Hier arbeitet das Smart City Team eng mit Smart and Public, der Tochtergesellschaft der WVV zusammen.

Weitere Informationen unter:
www.wuerzburg.de/smart-city


 

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