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UPLückenschluss vor dem Grafeneckart

Neuer Platz vor dem Rathaus

Der kleine Platz vor dem Grafeneckart zwischen Rathaus und der Auffahrt zur alten Mainbrücke soll neu gestaltet werden. Statt Taxis und Fahrradständer sollen Bäume gepflanzt werden und Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Hier der Platz in einer Visualisierung Der kleine Platz vor dem Grafeneckart zwischen Rathaus und der Auffahrt zur alten Mainbrücke soll neu gestaltet werden. Statt Taxis und Fahrradständer sollen Bäume gepflanzt werden und Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Hier der Platz in einer Visualisierung FB Stadtplanung/ProS

Direkt vor dem Grafeneckart gibt es einen Raum, der bisher ein Mauerblümchendasein fristet: Der kleine Platz zwischen Rathaus und Auffahrt zur Alten Mainbrücke soll nun aufgewertet werden und zum Verweilen einladen — mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und einem einheitlichen, neuen Bodenbelag.

Es ist ein unscheinbarer kleiner Platz, der im Moment noch eher den Charakter eine Schmuddelecke hat: Zwischen Rathaus und der Auffahrt zur Alten Mainbrücke stehen Taxis, jede Menge Fahrräder, Stromkästen, eine Treppe führt verschämt hoch zur Alten Mainbrücke und wird von einem orangenen Plastikkübel geziert. Das soll sich nun ändern: Statt Fahrräder und Taxis soll der kleine Platz künftig zum Verweilen einladen, oder wie es heutzutage so schön heißt: eine Aufenthaltsqualität bieten.

UP Magazin sprach mit Uwe Kömpel vom Fachbereich Stadtplanung über die Veränderungen, die für das kleine, aber exponiert liegende Areal vorgesehen sind: Kernstück werden drei Bäume sein, die frisches Grün in den Zwickel zwischen Rathaus und Brückenauffahrt bringen. Die Bäume sitzen in einem gemeinsamen langen mit Erde gefüllten Trog, um eine bessere Versorgung zu erreichen. Zusätzlich werden Beete am Fuß der Alten Mainbrücke bepflanzt.

Statt der üblichen Baumscheiben wird in diesem Fall mit Baumrosten gearbeitet. Vorteil: Das Wasser sickert durch und die Roste sind begehbar. Denn Platz ist an dieser Stelle Mangelware. Und die zusammenhängende Fläche unter den Bäumen soll auch als Auftrittsort genutzt werden können — zum Beispiel bei Würzburgs Straßenmusikfestival. Ein Spielpunkt ist ebenso vorgesehen wie Sitzbänke.
Denkbar wäre beispielsweise auch eine sogenannte Vaclav-Havel-Bank: zwei Stühle arrangiert um ein Tischchen um den Baumstamm herum.

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf den Platz zwischen Rathaus und Auffahrt zur Alten Mainbrücke, so wie er nach der Umgestaltung aussehen soll. Drei Bäume bestimmen den Blick, dazu kommen noch kleinere Anpflanzungen und Sitzgelegenheiten. Von der bisherigen langen Taxireihe sind nur noch drei Plätze in Richtung Karmelitenstraße überiggeblieben. | Visualisierung: FB Stadtplanung/ProS Ein Blick aus der Vogelperspektive auf den Platz zwischen Rathaus und Auffahrt zur Alten Mainbrücke, so wie er nach der Umgestaltung aussehen soll. Drei Bäume bestimmen den Blick, dazu kommen noch kleinere Anpflanzungen und Sitzgelegenheiten. Von der bisherigen langen Taxireihe sind nur noch drei Plätze in Richtung Karmelitenstraße überiggeblieben. | Visualisierung: FB Stadtplanung/ProS Der neue Platz wird mit dem gleichen Pflaster ausgestattet, das auch in der Langgasse und der Rückermainstraße zum Einsatz kommt: ein geschnittener und gestockter Granit in leicht größerer Ausführung. Angedacht, so Uwe Kömpel, sei auch ein Trinkbrunnen —  wobei noch die Kosten geprüft werden müssten.

Von den Taxi-Stellplätzen werden lediglich drei Nachrücker-Plätze am Ende der Karmelitenstraße übrigbleiben. Die 40 wegfallenden Fahrradständer werden in die nahe Glockengasse und Büttnerstraße verlegt.

Im Zuge des Umbaus soll es auch eine Neuordnung der Kreuzung Mainkai/Karmelitenstraße geben. Die derzeit dreispurige Einmündung der Karmelitenstraße soll auf zwei Spuren zurückgebaut werden. Wegfallen wird dabei auch die kleine Verkehrsinsel im Kreuzungsbereich. Auto- und Fußgängerverkehr werden weiterhin über Ampeln geregelt.
Bereits im Oktober werden die Arbeiten ausgeschrieben, so Uwe Kömpel. Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Arbeiten auch Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Im Frühjahr würde demnach mit den Tiefbauarbeiten begonnen, wobei hier keine aufwändigen Kanalarbeiten anfallen. Lediglich Stromleitungen würden ersetzt, beziehungsweise wegen des Pflanztrogs für die Bäume verlegt. Für die Arbeiten sind 1,8 Millionen Euro veranschlagt - allerdings stammt diese Schätzung noch vom Frühjahr dieses Jahres.

 

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