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UPNeues Freizeitbad nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet

Nautiland Nummer zwei

Die rund 80 Meter lange und sieben Meter hohe Schwimmhalle ist das Kernstück der Wasserlandschaft. Hier befinden sich unter anderem das 32 Grad warme Vergnügungsbecken und das Sportbecken mit sechs Bahnen. Die rund 80 Meter lange und sieben Meter hohe Schwimmhalle ist das Kernstück der Wasserlandschaft. Hier befinden sich unter anderem das 32 Grad warme Vergnügungsbecken und das Sportbecken mit sechs Bahnen. Rainer Adelmann

Zwei Jahre ist es her, dass mit dem Bau des neuen Nautiland begonnen wurde, nun ist das schicke Freizeit- und Wellnessbad fertig und hat seine ersten Gäste bereits empfangen. Unter dem Bumerang förmigen Dach empfangen diverse Schwimmbecken, Rutsche, Saunabereich und Gastronomie die Besucher.

Das alte Nautiland war in die Jahre gekommen. Am Nigglweg, wo 1973 bereits das Zellerauer Bad eröffnet worden war, erwuchs 1990 – rechtzeitig zum Start der ersten Landesgartenschau – das Nautiland genannte erste Würzburger Spaß und Freizeitbad.

Wahrzeichen des ersten Nautiland war die durchsichtige Kuppel, die nachts weithin leuchtend sichtbar war. Wasserrutsche, Sprudel- und Strömungseinrichtungen ließen einen Badbesuch zum Vergnügen für die ganz Familie werden.
2002 und 2003 kamen erste Überlegungen auf, das Nautiland zu sanieren, um es weiterhin attraktiv zu halten.

Diskutiert wurde sogar, ob man am selben Platz bleiben oder an anderer Stelle neu bauen solle. 2012 wurde extra eine neue GmbH gegründet, in die alle Bäder überführt wurden, die Würzburger Bäder GmbH. Ein Sanierungskonzept wurde erarbeitet. Als die Planungen im Laufe der Zeit die 20 Millionen Euro Marke überschritten, stellte sich die Frage, ob ein Neubau nicht wirtschaftlicher wäre.

2016 beschloss der Stadtrat daher einen Neubau und schon ein Jahr später begannen die Abbrucharbeiten (UP Magazin berichtete). Nachdem Ende des Jahres das alte Nautiland dem Erdboden gleich gemacht worden war, begann im November 2017 der Neubau, der rund zwei Jahre dauern sollte.
Während der Bauzeit stellte man Überlegungen an, wie Würzburgs neues Freizeit- und Wellnessbad heißen möge. Ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben, der schließlich rund 1100 Vorschläge brachte. Es tauchten Namen wie „Herbipolis“ auf, „Zellamare“ oder „Dalle in der Halle“. „Frankenperle“ hatte gute Chancen, doch so richtig überspringen wollte der Funke bei den Verantwortlichen nicht. Man warf daher einfach auch den alten Namen „Nautiland“ in den Ring und tatsächlich wurde „Nautiland“ bei einer Befragung – online und per Postkarte – mit 67 Prozent der Stimmen gewählt.

Das Sportbecken bietet sechs Bahnen, Sprungturm und Einmeterbrett. | Foto: Rainer AdelmannDas Sportbecken bietet sechs Bahnen, Sprungturm und Einmeterbrett. | Foto: Rainer AdelmannAußer dem Namen hat das neue Nautiland mit dem Vorgänger nur noch wenig gemein. Im Innenraum warten auf den Besucher gleich vier Becken. Kernstück der etwa 80 Meter langen und sieben Meter hohen Schwimmhalle ist das 25 Meter lange Sportbecken, das nun sechs Bahnen beherbergt statt der fünf Bahnen im alten Nautiland. Ein schicker Sprungturm von drei Metern Höhe und ein Einmeterbrett vervollständigen das Sportbecken.

Wer es etwas wärmer möchte, kann sich in dem 32 Grad warmen Erlebnisbecken vergnügen, und für die Kleinen gibt es ein Planschbecken. Ein warmes Erlebnisbecken lockt auch im Winter ins Freie, der Durchgang ist von der Halle aus möglich. Das weitere Sportbecken im Freien dürfte im Winter noch nicht so gefragt sein, aber wird seine große Stunde natürlich in den Sommermonaten haben.

Insgesamt besteht die Wasserlandschaft, die sich rechts vom Eingang ausbreitet aus sieben Becken mit einer gesamten Wasserfläche von 1100 Quadratmetern. Eine Attraktion ist zudem die neue Wasserrutsche, auf der man sich 87 Meter lang in die Tiefe stürzen kann. Und um den Kick noch mehr zu steigern, können die Besucher zwischen drei verschiedenen Welten wählen, die in der Rutsche projiziert werden.

Links vom Eingang eröffnet sich die weiträumige Saunalandschaft. Im Inneren schweben drei Kuben mit zwei verschieden Saunen und einem Dampfbad über dem Wasser. Zumindest soll der Eindruck dies vermitteln, denn sie stehen zur Hälfte über einem Wasserbecken . Dieses Indoorbecken ist 1.30 Meter tief und mit einer Theke ausgestattet. Im Außenbereich sind drei weitere Saunen angesiedelt, dazu ein großer Saunagarten mit Wasserteich und Kneippgang.

Selbstverständlich sind zur Stärkung während des Besuchs Gastronomiebereiche eingerichtet: In der Sauna ist dies ein Bedienrestaurant, in der Wasserlandschaft ist es als Selbstbedienungsrestaurant konzipiert.

Architektonisch ist das neue Nautiland ein Hingucker: nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Form eines Bumerangs, sondern auch wegen seiner Fassade aus eloxiertem Alublech, die der gesamten Architektur einen Messing-Gold-Ton verleiht. Jürgen Athmer, Geschäftsführer der Würzburger Bäder GmbH, wünscht sich zum Start für das neue Nautiland: „Wir möchten die Würzburger für dieses Bad gewinnen, dass sie es gerne annehmen und stolz auf dieses Bad sind.“

 

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