UP Magazin

UPBegleitplanung für Linie 6

Das Umfeld für die Linie 6

Einen Ideen- und Realisierungswettbewerb will die Stadt noch im Oktober dieses Jahres für die Gestaltung im Umgriff der geplanten Trasse der Linie 6 ausschreiben. Der Realisierungsteil umfasst insbesondere die Plätze, an denen Haltestellen vorgesehen sind, also Barbarossaplatz, Kardinal-Faulhaber-Platz und Geschwister-Scholl-Platz. Einen Ideen- und Realisierungswettbewerb will die Stadt noch im Oktober dieses Jahres für die Gestaltung im Umgriff der geplanten Trasse der Linie 6 ausschreiben. Der Realisierungsteil umfasst insbesondere die Plätze, an denen Haltestellen vorgesehen sind, also Barbarossaplatz, Kardinal-Faulhaber-Platz und Geschwister-Scholl-Platz. FB Stadtplanung/ProS

Auf Basis eines Ideen- und Realisierungswettbewerbs will die Stadt das Umfeld für die geplante Straßenbahnlinie 6 im Innenstadtbereich von Barbarossaplatz bis Geschwister-Scholl-Platz gestalten lassen. Bereits im nächsten Frühjahr sollen die Ergebnisse vorliegen.

Ende 2020 wurde das von der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) beantragte Planfeststellungsverfahren für die Straßenbahnlinie 6 vom Barbarossaplatz zum Hubland abgeschlossen und die Planfeststellung am 11. Januar 2021 öffentlich gemacht. Formal wurde damit die Baugenehmigung für die neue Linie 6 erteilt.

Was die Trasse angeht, die vom Barbarossaplatz über Mainfranken Theater, Geschwister-Scholl-Platz und Wittelsbacher Platz bis zum Hubland führen soll, ist die WSB federführend, gefördert wird das aufwändige Projekt von Bund und Freistaat.

Im Innenstadtbereich sollen zusätzlich städtebauliche Begleitmaßnahmen die Trasse verschönern und die neue Straßenbahnlinie ins Stadtbild einpassen. Vor wenigen Tagen beschloss der Stadtrat, zu diesem Zweck einen landschaftsplanerischen Ideen- und Realisierungswettbewerb auszuschreiben. Derzeit bereitet das Stadtplanungsamt die Auslobung vor. UP Magazin sprach mit Uwe Kömpel vom Fachbereich Stadtplanung über die Vorgaben für die Wettbewerber.

44.100 Quadratmeter umfasst diese gesamte Fläche entlang der Trasse einschließlich der Haltestellen der Linie 6 im Innenstadtbereich. Beginnend am Barbarossaplatz soll die Trasse durch die Theaterstraße zunächst bis zum Kardinal-Faulhaber-Platz führen. Dort, vor dem Mainfranken Theater ist am Kardinal-Faulhaber-Platz die nächste Haltestelle vorgesehen.

Weiter geht es in Richtung Residenz, wo die Schienen nach rechts auf die Balthasar-Neumann-Promenade abknicken. An der Residenz wird es keine Haltestelle geben, die Linie fährt weiter über Josef-Stangl-Platz und Ottostraße bis zum Geschwister-Scholl-Platz, wo erst wieder die nächste Haltestelle geplant ist. Durch das Glacis verlässt die Straba danach die Innenstadt in Richtung Hubland.

Verändern wird sich durch die Straßenbahn natürlich auch der Verkehrsverlauf entlang der Trasse. So wird die Theaterstraße Fußgängerzone, zwischen Residenz und Semmelstraße aber dagegen zur Einbahnstraße stadteinwärts. Komplett gesperrt für den Autoverkehr wird der Rennweg und damit auch das Oegg-Tor vor der Residenz. Zur Einbahnstraße wird laut Planfeststellung auch die Balthasar-Neumann-Promenade – und zwar in Richtung stadteinwärts, beginnend an der Einmündung Neubaustraße.

„Wir sind gerade dabei, für diesen Innenstadtbereich zwischen Barbarossaplatz und Geschwister-Scholl-Platz das Wettbewerbsverfahren für die Freiflächen entlang der Linie 6 zu erarbeiten“, so Uwe Kömpel. Erste Vorgaben für den Kardinal-Faulhaber-Platz gibt es bereits: Unter anderem soll der Platz einen hohen Grünanteil aufweisen, das heißt mindestens 25 Bäume werden gepflanzt, dazu soll eine weitere Bepflanzung von mindestens 25 Prozent der Fläche erfolgen. Damit berücksichtigen die Vorgaben zur Gestaltung des Kardinal-Faulhaber-Platzes denen des Bürgerentscheids bzw. den beim Bürgerworkshop erarbeiteten Vorgaben.

Aufgelockert werden soll der Platz mit einem Wasserpiel, dazu kommen Sitzgelegenheiten und eine öffentliche Toilette. Der bisherige Kiosk wird voraussichtlich an anderer Stelle neu gebaut. Wie die Straßenbahnhaltestelle „Mainfranken Theater/Residenz“ integriert und wie der Kreuzungsbereich gestaltet werden soll, ist Teil des Wettbewerbs. Größere Veränderungen werden sich auch für den Geschwister-Scholl-Platz vor dem Amtsgericht ergeben. Wo es derzeit noch eher beschaulich zugeht, ist die Haltestelle „Ottostraße“ vorgesehen. Auch deren Gestaltung ist Teil des Wettbewerbs.

Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Teile: Der Realisierungsbereich mit seinen 19.600 Quadratmetern beinhaltet neben der Theaterstraße den Barbarossaplatz, den Kardinal-Faulhaber-Platz und den Geschwister-Scholl-Platz. Hier erwartet sich die Stadtverwaltung konkrete Vorschläge zur Realisierung. Das heißt, wie werden die Haltestellen integriert, wie erreicht man eine optimale Aufenthaltsqualität an diesen Plätzen, wie wird der öffentliche Raum mit den technischen Notwendigkeiten der Straßenbahnlinie kombiniert.

Insbesondere am Kardinal-Faulhaber-Platz und dem Kreuzungsbereich will man die Chance nutzen, einen Freiraum „aus einem Guss“ zu erhalten, wie es im Beschlussvorschlag zum Wettbewerb heißt. „Für den Realisierungsteil erhält der Wettbewerbssieger das Vergabeversprechen“, so Uwe Kömpel. „Wer gewinnt, kann davon ausgehen, dass er den Auftrag auch erhält.“

Anders sieht es für den Ideenbereich aus, der rund 24.500 Quadratmeter umfasst. Neben der Balthasar-Neumann-Promenade sind hier der Josef-Stangl-Platz und der Rennweg die Schwerpunkte. Hier erwartet man sich lediglich Ideen, wie die Gestaltung dieser Bereiche künftig aussehen könnte. So eröffnet die Sperrung des Rennwegs für den Autoverkehr neue Möglichkeiten der Gestaltung im Umgriff der Residenz. Desweiteren dürfte die Integration der Kreuzung Theaterstraße/Balthasar-Neumann-Promenade/Rennweg eine wesentliche Rolle spielen.
„Wenn am 20. Oktober der Stadtrat zustimmt, werden wir die Auslobung im Anschluss versenden,“ so Uwe Kömpel zum weiteren Zeitplan. Sieben Büros sind bereits zur Teilnahme gesetzt, insgesamt sind 20 Büros zugelassen. „Am 17. April soll die Preisgerichtssitzung sein. Ende April wissen wir dann, wie es städtebaulich in diesem Bereich weitergehen wird. Dann sind wir einen Schritt weiter, was die parallele Gestaltung der Linie 6 im Innenstadtbereich betrifft.“

Rund 430.000 Euro sind für den Wettbewerb aus Haushaltsmitteln vorgesehen Die Regierung von Unterfranken hat über das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ in Aussicht gestellt. Nach den bisherigen Planungen soll die Straßenbahnlinie 6 Ende 2027 in Betrieb gehen.

 

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