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UPWürzburgerin veranstaltet ganz persönliche Reisen nach Usbekistan

Samarkand und Seidenstraße

Weltberühmt: der große Registan-Platz in Samarkand. Weltberühmt: der große Registan-Platz in Samarkand. Rano Frosch

Noch ist Usbekistan touristisch ein eher unbeschriebenes Blatt. Wer das Land in Zentralasien ganz persönlich kennenlernen will, für den stellt Rano Frosch eine maßgeschneiderte individuelle Reise zusammen. Die gebürtige Usbekin lebt seit 23 Jahren in Würzburg.

von Rainer Adelmann

Samarkand, Buchara und Chiva: Namen, die nach Tausendundeiner Nacht klingen, nach Seidenstraße und nach Fernweh. Usbekistan ist nach wie vor ein in unseren Breiten wenig bekanntes Land – obwohl sich der Staat im Inneren Asiens in den vergangenen Jahren seit der Auflösung der Sowjetunion gut entwickelt hat und bereits viel Geld in die touristische Infrastruktur investiert wurde.

Jurtenlager in der Wüste | Foto: Rano FroschJurtenlager in der Wüste | Foto: Rano FroschRano Frosch lebt seit 23 Jahren in Würzburg, ist in der usbekischen Hauptstadt Taschkent geboren und aufgewachsen, und möchte das Land ihrer Kindheit – in dem auch ihre Familie noch lebt – interessierten Menschen näherbringen. Seit zehn Jahren bereits verkauft sie auf Märkten in Deutschland und Österreich Kunsthandwerk aus Usbekistan. Nun hat sie sich entschlossen, einen Schritt weiter zu gehen, und Reisen nach Usbekistan anzubieten – mit sehr persönlichem Zuschnitt.

Auf den Märkten, auf denen sie Seidenschals, Ziegenwollschals, Keramik und andere handgefertigte Unikate aus Usbekistan verkauft, zeigten viele Kunden Interesse an Usbekistan und äußerten den Wunsch, das zentralasiatische Land näher kennenlernen zu wollen, so Rano Frosch im Gespräch mit dem UP Magazin. Das brachte sie schließlich auf die Idee, selbst Reisen in ihr Geburtsland anzubieten. Das Interesse ist groß – und so ging es im Sommer dieses Jahres zum ersten Mal mit zwei Touristinnen zurück in ihre alte Heimat. Einmal im Jahr ist Rano Frosch ohnehin immer in ihrer Geburtsstadt Taschkent zu Besuch, bei ihrer Mutter und ihrer Familie. Dies war immer im August, weil da ihre beiden Kinder Schulferien hatten.

Die sind nun erwachsen und so ist Rano Frosch zeitlich nicht mehr gebunden. Dennoch entschieden sich ihre ersten Gäste ebenfalls für eine Usbekistan-Reise im August. „Es ist zu dieser Zeit zwar sehr warm“, so Rano Frosch, „aber die Wärme ist sehr gut erträglich, weil sie trocken ist.“ Der Vorteil: Zu dieser Zeit sind nicht mehr so viele Touristengruppen unterwegs und man hat genügend Zeit und Muße, alles in Ruhe zu betrachten und die fremdartigen Eindrücke aufzunehmen. Die eigentlichen Hauptreisezeiten für Usbekistan sind Frühjahr und Herbst.
Bevor es losgeht, bespricht Rano Frosch mit ihren Gästen den Ablauf: zu welcher Jahreszeit und wie lange will man nach Usbekistan? Sie informiert über das Land und die Regularien, die man erfüllen muss – zum Beispiel das Visum, das bis spätestens vier Wochen vor der Reise beantragen sein muss. Sie berät über den Reiseverlauf, welche Sehenswürdigkeiten man nicht versäumen sollte und wie man Land und Leute am besten kennenlernt.

Jurtenlager in der Wüste (innen) | Foto: Rano FroschJurtenlager in der Wüste (innen) | Foto: Rano FroschHier kommen ihr natürlich die Kontakte zu Gute, die sie ohnehin schon durch den Verkauf des Kunsthandwerks besitzt. So stand im Sommer beispielsweise der Besuch in einer Näherei auf dem Programm, wo ihre Gäste Wissenswertes über die traditionelle Seidenverarbeitung erfahren konnten. Und auch ein usbekischer Schmied berichtete über seine Arbeit. Sehr beliebt sind bei Touristen die handgeschnitzte Buchstützen – auch hier war ein Abstecher auf der Reise vorgesehen.

Und noch ein Vorteil der Sommer-Reisezeit: „Im Sommer sind die Märkte prall gefüllt mit Obst und Gemüse, mit Nüssen und getrockneten Früchten“, schwärmt Rano Frosch – ein malerisches, buntes Bild mit Produkten aus der Region. Mit zur ersten Reise gehörte auch eine Übernachtung in der Wüste, und zwar in einer Jurte, wie sie die Nomaden früher nutzten. Für sie selbst sei das gar nicht so interessant, so Rano Frosch: „Ich kenne das ja.“ Aber selbstverständlich ist solch eine Übernachtung für europäische Usbekistan-Touristen eines der Highlights ihrer Reise. Auf dem Weg zwischen Chiva und Buchara geht es dazu 250 Kilometer mit dem Auto ins Landesinnere zu dem kleinen Jurtenlager in der Wüste – Kamele inbegriffen.

Wo man auf seiner Reise halt macht, entscheiden die Gäste vorab. Zu den touristischen Höhepunkten zählen beispielsweise die 2500 Jahre alte Handelsstadt Samarkand, Zentrum der Seidenstraße, mit ihrem beeindruckenden Registan-Platz und berühmt für seine zahlreichen blauen Kuppeln. Mit ins Programm sollten unbedingt auch das orientalische Buchara und die Oase Chiva am Amur Darja.

Näherinnen in Shahrisabz | Foto: Rano FroschNäherinnen in Shahrisabz | Foto: Rano FroschAusgangspunkt ist in der Regel Taschkent, wo man per Linienflug aus Deutschland landet. Der Flug ist nicht im Preis inbegriffen, denn je nach Reisezeitpunkt kann der Preis für den Flug stark variieren. Alles andere ist im Preis mit dabei: ob Inlandsflüge, Unterkunft, Reiseleiter, Fahrzeuge oder auch eine Fahrt mit dem modernen Reisezug von Samarkand nach Taschkent.

Rano Frosch stellt die Reise individuell für ihre Gäste zusammen – und wenn gewünscht, ist sie selbst bei der Reise dabei. Ansonsten hat sie alles dank ihrer guten Kontakte vorab geregelt und örtliche Reiseleiter empfangen und betreuen die Gäste während des gesamten Usbekistan-Aufenthalts. Wer das aufstrebende Land in Zentralasien kennenlernen möchte, kann sich mit Rano Frosch seine ganz persönliche Reise zusammenstellen:

Rano Frosch
Tel.: 0931 35 38 698
Mail: rano@seidenprodukte.de
www.seidenprodukte.de

 

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