UP Magazin

UPTechnomusik mit streichinstrumenten

Mystische Reise mit Maske

Wolfgang SalomAls Ole Bott legt er Housemusik auf, unter dem neuen Namen ELO hat sich der gebürtige Würzburger Stefan Ole Linseisen einer Herzensangelegenheit verschrieben: dem melodischen Techno.on beim Ukelele-Kurs auf der Bastion neben der Würzburger Umweltstation. Wolfgang SalomAls Ole Bott legt er Housemusik auf, unter dem neuen Namen ELO hat sich der gebürtige Würzburger Stefan Ole Linseisen einer Herzensangelegenheit verschrieben: dem melodischen Techno.on beim Ukelele-Kurs auf der Bastion neben der Würzburger Umweltstation. ELO

Er kommt von der Housemusik und wagt nun den Schritt in eine andere musikalische Richtung: Der gebürtige Würzburger Stefan Ole Linseisen hat jetzt unter dem Namen ELO ein Album mit melodischem Techno herausgebracht, verstärkt von Streichinstrumenten — die bei Auftritten gerne auch von Live-Streicherinnen gespielt werden.

Seine Musik ist so vielfältig wie seine Namen: Geboren als Stefan Ole Linseisen legt er unter dem Namen Ole Bott schon seit Jahren Housemusik auf und produziert sie inzwischen auch selbst. Für sein neues musikalisches Projekt hat sich der 31-Jährige den Künstlernamen ELO zugelegt und gibt sich geheimnisvoll — mit einer Halbmaske, die an den venezianischen Karneval erinnert.

Sein zweites Künster-Ich habe er sich während der Corona-Zeit zugelegt, erzählt Stefan Ole Linseisen im Gespräch mit dem UP Magazin. Geboren in Würzburg, lebt der 31-Jährige inzwischen in Nürnberg und die Corona-Krise traf ihn wie viele andere Künstler auch schwer.

Vor allem, weil er nicht nur musikalisch tätig ist, sondern im November 2019 die Eventagentur „Schlaraffenklang“ gegründet hat. „Wir konnten fünf Monate lang normale Events veranstalten, dann war Schluss damit. Wir waren einer der wenige Veranstalter, die schnell auf Autokonzerte und Konzerte mit Abstand umgestellt hatten.“

Trotzdem hatte Stefan Ole Linseisen jetzt mehr Zeit, als ihm lieb war. „Aber wenn es etwas Positives an Corona gab, dann war es die Zeit, die ich hatte, um mich auf mein neues Projekt zu stürzen.“ Das neue Projekt war ein Album, das diesmal nicht Housemusik sondern melodischen Techno beinhalten sollte. In Anlehnung an sein großes Vorbild, den französischen Musikproduzenten Worakls wollte er die treibenden Beats des Techno mit elegischen Klängen kombinieren, die von Streichinstrumenten interpretiert werden.

Am Computer kommen die Geigen und Cellos von Samples, bei Live-Auftritten soll aber immer mindestens ein echtes Streichinstrument dabei sein. So war es bei der Vorstellung des Albums im Würzburger Zaubergarten die Violinistin Anna-Maria Barth. Wenn möglich, ist sie auch mit ihrem Streichquartett La Finesse bei den Live Auftritten von ELO dabei.

Der rote Faden, der sich durch das daraus entstandene Album zieht, sind seine Städtereisen. Jeder Song ist nach einer Stadt benannt – in der er auch komponiert wurde. Die Single-Auskopplung „Budapest“ entstand, als er im Dezember in der ungarischen Hauptstadt eine Melodie auf dem dortigen Weihnachtsmarkt hörte. Auf einer Italienrundreise entstanden gleich mehrere Songs wie „Bologna“, „Milano“ oder auch „Venezia“. Venedig hat nicht nur die Musik des Albums mitgeprägt, sondern auch das Outfit: Als ELO trägt Stefan Ole Linseisen bei seinen Auftritten stets eine Halbmaske, die an die Masken des venzianischen Karnevals erinnen. Sechs Stück nennt er sein eigen – von mattsilber und goldfarben bis blau-weiß. „Welche Maske ich trage, entscheide ich vor dem Auftritt.“

„Ich bin einer großer Fan von Vinyl und mir war von vornherein klar, dass mein Album auch auf Vinyl herauskommen wird“, so Linseisen. In einer Auflage von 500 Exemplaren wird das Album „Mystic Journey“ wahrscheinlich ab Ende des Jahres zu haben sein. Presswerke sind inzwischen rar und wer eine Platte pressen lassen möchte, muss sich gedulden.

Während das Album auf den Streamingdiensten zehn Stücke umfasst, werden es auf Vinyl nur acht sein. Denn der Platz auf einer LP ist begrenzt. „Als ich das Album komponierte, habe ich nicht daran gedacht, dass der Platz auf einer LP nicht reicht.“ Nun muss er sich entscheiden welche acht Stücke gepresst werden – noch ist nichts entschieden.

Mit seinem Album will ELO im Herbst auf Tournee gehen, beginnend am 29. Oktober in der Höchberger Kulturscheune. Höhepunkt wird ein Auftritt im Münchner Schlachthof im Februar sein. Dann mit einem kompletten Streichorchester, ein Auftritt, auf den sich ELO ganz besonders freut.

Mehr im Internet unter www.ole-bott.de

 

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